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Künstliche Befruchtung

Hintergrundinformationen und Zuschüsse

In den letzten Jahrzehnten ist die Anzahl der unfreiwillig kinderlosen Paare stetig gestiegen. Inzwischen ist der Kinderwunsch nahezu jedes fünften Paares in Deutschland unerfüllt. Dabei sind 40 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer unfruchtbar. Bei 20 Prozent aller Paare ist die Unfruchtbarkeit durch beide verursacht. Zur Unfruchtbarkeit können hormonelle Störungen, organische Erkrankungen, psychische Probleme sowie Stress und Hektik führen. Für die betroffenen Paare stellt der unerfüllte Kinderwunsch in der Regel eine große psychische Belastung dar. Dank medizinischer Forschung und modernster Technik kann gegen einen unerfüllten Kinderwunsch heute einiges getan werden. Einer künstlichen Befruchtung unterziehen sich allerdings nur etwa acht Prozent aller ungewollt kinderlosen Frauen.

Medizinische Hilfe für unerfüllten Kinderwunsch - bundesweit

Bei Leistungen zur künstlichen Befruchtung sieht der Gesetzgeber eine 50%ige Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse vor. Gesetzlich vorgesehen ist, dass die Paare verheiratet und beide mindestens 25 Jahre alt sind – die Ehefrau darf jedoch nicht älter als 40, der Ehemann nicht älter als 50 Jahre alt sein. Der Bund stellt seit 01.01.2013 unter bestimmten Voraussetzungen Finanzhilfen für Kinderwunschbehandlungen bereit. Für jedes Bundesland gelten unterschiedliche Bedingungen, auch die Höhe der finanziellen Hilfen variiert. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.informationsportal-kinderwunsch.de

Medizinische Hilfe für unerfüllten Kinderwunsch - Bayern

Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil hat mit den Reproduktionsmedizinern in Bayern einen Vertrag über die Integrierte Versorgung der künstlichen Befruchtung abgeschlossen. Das Besondere an dem neuen Vertragskonzept ist, dass dem Arzt erstmals der Behandlungserfolg vergütet wird, also der Eintritt der Schwangerschaft. Somit wird durch das optimierte Behandlungskonzept der von den teilnehmenden Paaren individuell zu zahlende Eigenanteil reduziert.
 

Kostenbeteiligung durch BKK Mobil Oil:
Voraussetzung für Ihre Teilnahme an der IV-ART ist der von uns genehmigte Behandlungsplan. Hierfür muss nach Einschätzung eines Arztes eine hinreichende Aussicht auf Erfolg bestehen. Genehmigt werden dürfen maximal drei IVF-Versuche in Folge. Der Leistungsanspruch endet nach drei erfolglosen Versuchen.
Der Leistungsanspruch besteht nur für Ehepaare. Die Ehepartner müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben, Frauen dürfen nicht älter als 40 und Männern nicht älter als 50 Jahre sein. Ausschließlich Ei- und Samenzellen der Ehepartner dürfen verwendet werden. Die Teilnahme an der IV-ART ist freiwillig.

Was Sie noch wissen sollten:
Die teilnehmenden IVF-Zentren (www.br-bayern.de) beraten Sie gerne ausführlich über das Behandlungskonzept und die Teilnahmebedingungen der IV-ART.

Ihr eigener Frauenarzt übernimmt nach Eintritt der Schwangerschaft die weitere Betreuung nach den Vorgaben des Modells der Integrierten Versorgung. Der Aufwand für die Information über den Schwangerschaftsverlauf und die Dokumentation desselben wird Ihrem Frauenarzt von der ReproMed Service GmbH vergütet.

Senden Sie uns bitte die Unterlagen per Post oder per E-Mail zu.

Postadresse
Betriebskrankenkasse Mobil Oil
20091 Hamburg

E-Mail: info@bkk-mobil-oil.de

Methoden der künstlichen Befruchtung

Insemination:
Bei der Insemination wird zum Zeitpunkt des Eisprungs aufbereitetes Sperma in die Gebärmutter gespritzt. Dieses Verfahren hat u. a. den Vorteil, dass unbewegliche Spermien „aussortiert“ und die so genannten „guten“ Spermien näher am Eileiter, dem Befruchtungsort, platziert werden können.

In-vitro-Fertilisation (IVF):
Bei der künstlichen Befruchtung werden nach einer hormonellen Behandlung der Eierstöcke die Eizellen aus dem Körper der Frau entnommen und in einem Reagenzglas mit den Spermien des Ehemanns zusammengebracht. Die Spermien befruchten die Eizellen, und die so entstandenen Embryonen werden in die Gebärmutter eingebracht (Embryotransfer). Dort wachsen sie im Idealfall an, und eine Schwangerschaft entsteht.

Die In-vitro-Fertilisation wird durchgeführt, wenn entweder die Eileiter der Frau verschlossen sind, die Spermaqualität nicht ausreicht oder wenn bereits mehrere Inseminationen erfolglos waren.

Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI):
Die ICSI ist eine Methode der künstlichen Befruchtung. Dabei wird die Samenzelle, das Spermium des Mannes, direkt in das Zytoplasma (Zellinhalt) einer Eizelle eingespritzt. Ein Scheitern der Befruchtung kann annähernd ausgeschlossen werden. Die ICSI findet meist Anwendung wenn vorangegangene In-vitro-Fertilisations-Versuche erfolglos blieben oder der Mann eine schlechte Spermienqualität aufweist. Sollten gar keine Spermien im Ejakulat vorhanden sein, besteht die Möglichkeit, diese mittels mikrochirurgischer Maßnahmen aus Hoden- oder Nebenhodengewebe zu gewinnen und für die ICSI zu verwenden.

Weitere Fragen?

Sie möchten mehr über das Thema Künstliche Befruchtung erfahren? Lassen Sie sich kostenlos unter 0800 255 0800 von einem Kundenberater Ihrer Betriebskrankenkasse Mobil Oil beraten oder schicken Sie uns eine E-Mail an info@bkk-mobi-oil.de.