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Schlafstörungen bei Kindern

Nicht nur Erwachsenen kann der Schlaf Probleme bereiten. Auch manche Kinder leiden schon unter Einschlafstörungen. Das ist hin und wieder ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Wenn sich das Sandmännchen jedoch über einen längeren Zeitraum vergebens bemüht, sollten Eltern handeln und nach den Ursachen forschen. Denn ein regelmäßig schlechter Schlaf kann auch die kindliche Entwicklung belasten.

Achten sollten Eltern bei ihrem Kind auf Anzeichen wie:

Dauerhafte Probleme beim Einschlafen sollten Eltern ernst nehmen.

  • Schlafprobleme über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen
  • Müdigkeit am Tag
  • Ringe unter den Augen
  • Konzentrationsschwächen
  • Hyperaktivität
  • Antriebslosigkeit
  • Weinerlichkeit
  • nächtliches Einnässen
  • häufige Alpträume

Ursachen identifizieren, um Lösungen zu finden

Zunächst einmal gilt es, die Gründe für die Einschlafstörungen zu finden. Diese können ganz unterschiedlich sein, zum Beispiel Überforderung, Stress, Aufregung, Freude oder gesundheitliche Faktoren wie eine Erkältung oder ähnliches. Oftmals haben Kinder aufregende Erlebnisse des Tages abends noch nicht verarbeitet. Dies kann ebenfalls am Einschlafen hindern. Auch, wenn kurz vor dem Zubettgehen noch der Fernseher läuft oder Computer gespielt wurde, sind viele Kinder aufgedreht und kommen nur schwer zur Ruhe. Manche Kinder werden jedoch auch von Ängsten geplagt. Das kann bei den Kleinen beispielsweise ein Monster sein, bei Schulkindern der anstehende Test oder ein Referat vor der Klasse. Vielleicht wird der Nachwuchs auch gemobbt? Es ist wichtig, auch solche Dinge konkret anzusprechen.

Ansätze und Maßnahmen bei Einschlafstörungen

Schlaftagebuch führen
Um herauszufinden, was das Kind am Ein- oder Durchschlafen hindert, sollten Sie es genau beobachten. Zwar kann auch Nachfragen in einigen Fällen Klarheit bringen, doch nicht immer sind Kinder auch in der Lage, die Gründe für Schlafstörungen selbst zu erkennen und zu benennen. Um den Ursachen auf die Schliche zu kommen, kann es hilfreich sein, über einen gewissen Zeitraum ein Schlaftagebuch zu führen. Die Zusammenhänge zwischen bestimmten Ereignissen des Tages und Schlafproblemen lassen sich so leichter erkennen.

Störquellen ausschalten
Schauen Sie sich das Kinderzimmer genau an. Gibt es vielleicht Störfaktoren wie eine Lichtquelle oder das Haustier im Zimmer? Ist es zu dunkel oder zu laut zum Einschlafen? Auf Nachfrage können dies meist auch kleinere Kinder schon beantworten. Viele solcher Störfaktoren lassen sich leicht beseitigen oder zumindest reduzieren. Auch das Bett an sich ist entscheidend: Steht es zu nah an der Tür oder ist es zu überladen mit Kuscheltieren oder Kissen?

Ängste mindern
Besonders bei kleineren Kindern können Schlafstörungen auf Ängsten beruhen, zum Beispiel vor einem Ungeheurer unter dem Bett oder im Kleiderschrank. Hier hilft es oftmals, die Ängste durch eine Phantasiegeschichte, die Sie dem Kind erzählen, zu reduzieren. So können Sie dem Kind etwa eine Kette oder ein „magisches“ Kuscheltier ins Bett legen, das Zauberkräfte hat und alles Böse vom Zimmer fern hält.

Rituale pflegen
Gemeinsame Rituale, die sich jeden Abend wiederholen, erleichtern Kindern das Einschlafen. Egal, ob sie gemeinsam kuscheln, sich ein Buch anschauen, eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, puzzeln oder über den vergangenen oder kommenden Tag sprechen – die Zeit vor dem Zubettgehen sollte ruhig und entspannt sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies: kein Fernsehen, kein Computer oder Handy und kein lautes, elektrisches Spielzeug. Auch Aufregung oder ein Kommen und Gehen verschiedener Familienmitglieder sollte möglichst vermieden werden.

Feste Zeiten
Neben individuellen Ritualen sind auch feste Zeiten wichtig. Regelmäßige Zubettgehzeiten helfen Kindern, einen Rhythmus zu finden und besser einzuschlafen. Es bringt jedoch nichts, ein Kind ins Bett zu schicken, wenn es noch nicht müde ist und Sie dies auch selbst so wahrnehmen.

Viel Bewegung
Auch mangelnde Bewegung kann einen gesunden Schlaf behindern. Wer sich tagsüber austobt, kann abends meist besser schlafen. Ob beim Fußball, auf dem Spielplatz oder in einem Turnverein: Überlegen Sie gemeinsam mit dem Kind, was ihm Spaß machen würde.

Bei dauerhaften Problemen: Hilfe suchen

Bleiben die Schlafstörungen trotzdem weiter bestehen, ist es sinnvoll, einen Hausarzt zu Rate zu ziehen. Er kann weiterhelfen oder gegebenenfalls an einen Kinderpsychologen oder ein Schlaflabor verweisen. Auch ein Heilpraktiker kann helfen. Mit sanfter Naturheilkunde wie zum Beispiel der Homöopathie können Kinder wieder zu einem erholsamen Schlaf finden.

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