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Pollen-Allergie

Pollenallergie

Der Volksmund spricht von Heuschnupfen, und der kommt daher wie eine ganz gewöhnliche Erkältung: In der Nase kribbelt es, die Augen jucken und tränen, der Niesreiz steigt und die Nase ist verstopft. Doch hält der „Schnupfen“ über Wochen an. Wenn Sie dann noch feststellen, dass Sie vor allem bei strahlendem Sonnenschein leiden, während es Ihnen bei Regen besser geht, sollten Sie vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Denn nur der kann mit Sicherheit sagen, ob Sie an einer Pollenallergie leiden, auf welche Stoffe Sie empfindlich reagieren und wie Sie sich am besten verhalten.

Winzige Pollenkörner verantwortlich

Rund 16 Prozent aller Deutschen leiden an einer Pollenallergie- Tendenz steigend. Verantwortlich für ihr Leid sind winzige Pollenkörner, die in Frühjahr und Sommer millionenfach durch die Luft schweben, um den Fortbestand von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern zu sichern. So kann eine Roggenähre durch den Wind bis zu vier Millionen Pollenkörner verstreuen. Um eine allergische Reaktion zu erzeugen, reicht bereits eine Menge von 50 Pollen pro Kubikmeter Luft.

Pollen kann man kaum aus dem Weg gehen

Anders als etwa Lebensmittelallergiker können Pollenallergiker den Stoffen, die sie quälen, kaum aus dem Weg gehen - auch wenn es ihnen in den Bergen, auf Inseln und an der Küste besser ergeht als im Landesinnern. Doch wer kann es sich leisten, ständig nach dem Pollenflugkalender durch die Welt zu reisen? Die beste Lösung für Pollenallergiker ist deshalb eine Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt. Dabei bekommen Betroffene über mehrere Jahre hinweg steigende Mengen der Pollen gespritzt, auf die sie empfindlich reagieren. Im Idealfall immunisiert sich der Körper vollständig gegen die Pollen. Medikamente dagegen lindern nur akute Beschwerden und sollten genommen werden, wenn es nicht anders geht.

Erkrankungsrisiko nicht vollständig geklärt

Warum manche Menschen an Allergien erkranken und andere nicht, ist nicht vollständig geklärt. Sicher ist, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen, vor allem die Veranlagung. Für die steigende Zahl Betroffener gibt es mehrere Erklärungsversuche. So werden etwa die hygienischen Verhältnisse in der modernen Gesellschaft dafür verantwortlich gemacht. Die Theorie: Weil das Immunsystem durch die Ausrottung oder Verdrängung vieler Bakterien und Viren dauerhaft unterfordert ist, reagiert es zu stark auf eigentlich harmlose Stoffe. Eine andere Erklärung besagt, dass die Pflanzenpollen infolge der vielen Boden- und Luftschadstoffe vor allem in den Städten „aggressiver“ geworden sind, um sich trotz widriger Umweltbedingungen fortpflanzen zu können. Als vorbeugende Maßnahmen vor allem für Allergiegefährdete gelten das Stillen von Säuglingen, der Verzicht auf Haustiere und das Meiden von Zigarettenrauch.