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Beiträge und Versicherungsschutz während der Elternzeit

Einen Anspruch auf Elternzeit haben Eltern, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Die Elternzeit muss beim Arbeitgeber beantragt werden. Während dieser Zeit ist eine Beschäftigung für beide Elternteile bis zu 30 Stunden (insgesamt also 60 Stunden) unschädlich für den Bezug des Elterngeldes.

Pflichtversicherte Beschäftigte, Studenten und Empfänger von Arbeitslosengeld I

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Die Mitgliedschaft Versicherungspflichtiger bleibt grundsätzlich beitragsfrei erhalten, wenn Elterngeld bezogen wird. Versicherungspflichtig sind Sie, wenn Sie z. B. pflichtversicherter Arbeitnehmer sind oder Arbeitslosengeld I beziehen.

Sie sind auch pflichtversichert, wenn Sie als Arbeitnehmer Elternzeit in Anspruch nehmen. Die Beitragsfreiheit gilt nicht für zusätzliche Einkünfte, wie Arbeitsentgelt, Rente oder Versorgungsbezüge.

Pflichtversicherte Studenten zahlen weiterhin den Beitrag zur Krankenversicherung der Studenten.

Freiwillig versicherte Arbeitnehmer

Das Elterngeld zählt nicht zu den beitragspflichtigen Einnahmen.

Arbeitnehmer, die vor der Elternzeit ein regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt von monatlich 4.800,00 Euro erzielten und freiwillig versichert waren, bleiben während der Elternzeit freiwillig versichert. Das gilt auch für die von der Krankenversicherungspflicht befreiten Arbeitnehmer.

Auch während der Elternzeit sind grundsätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von den beitragspflichtigen Einnahmen zu zahlen, mindestens von 991,67 Euro und höchstens von 4.350,00 Euro monatlich. Berücksichtigt werden auch sonstige Einnahmen, z. B. Kapitaleinnahmen.

Das Elterngeld zählt nicht zu den beitragspflichtigen Einnahmen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann aber auch eine beitragsfreie Weiterversicherung erfolgen.

Nicht Verheiratete freiwillig versicherte Arbeitnehmer sind in der Elternzeit nach den oben genannten Regelungen beitragspflichtig, ein Anspruch auf Familienversicherung besteht nicht.

Weitere Details entnehmen Sie bitte diesem Informationsblatt:

Freiwillig versicherte Beamte

Die freiwillige Versicherung wird fortgeführt. Eine Familienversicherung ist nicht möglich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Mitgliedschaft während der Elternzeit jedoch beitragsfrei geführt werden. Erfüllen Sie diese Voraussetzungen nicht, sind auch während der Elternzeit Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen.

Weitere Details entnehmen Sie bitte diesem Informationsblatt:

Hauptberuflich Selbstständige mit einer freiwilligen Versicherung in Elternzeit

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Elternzeit gibt es nach dem Bundeserziehungsgeldgesetz (BEEG) nur für Arbeitnehmer.  Nehmen Selbständige eine Auszeit wegen der Geburt und der Betreuung eines Kindes, wirkt sich dies nur dann auf Ihre Beiträge aus, wenn die selbstständige Tätigkeit nachweislich ruht und kein Arbeitseinkommen weiterbezogen wird.

Trifft dies zu, kann entweder eine für Sie kostenlose Familienversicherung erfolgen (sofern Sie einen Anspruch darauf haben) oder Ihre Beiträge werden reduziert.

Weitere Details entnehmen Sie bitte diesem Informationsblatt:

Bezug von Elterngeld

Wenn während des Bezugs von Elterngeld die selbständige Tätigkeit nachweislich ruht und kein Arbeitseinkommen weiterbezogen wird, kann die Mitgliedschaft unter bestimmten Voraussetzungen entweder beitragsfrei geführt werden oder zumindest eine Beitragsreduzierung erfolgen.

Alle anderen freiwillig versicherten Personen

Wie beschrieben gelten die Regelungen zur Elternzeit nur für Arbeitnehmer. Aus diesem Grund hat eine Auszeit wegen der Geburt und Betreuung eines Kindes bei allen anderen Personen grundsätzlich keine Auswirkung auf die Versicherung und die Beitragszahlung.

Privat versicherte Personen

Personen, die zuletzt vor Beginn der Schutzfristen nach dem Mutterschutzgesetz oder vor Inanspruchnahme von Elternzeit nach dem BEEG bei einem privaten Versicherungsunternehmen versichert waren, bleiben während der Schutzfristen und Elternzeit weiterhin privat krankenversichert. Eine Familienversicherung über die Mitgliedschaft des Ehegatten in der gesetzlichen Krankenversicherung ist ausgeschlossen.

Arbeitnehmer, die privat versichert sind, müssen ihre Versicherungsprämien weiter selbst tragen, auch den bisher vom Arbeitgeber übernommenen Anteil.

Weitere Details entnehmen Sie bitte diesem Informationsblatt:

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Wünschen Sie mehr Informationen zum Thema Elterngeld und Elternzeit?

Hier gelangen Sie direkt auf die Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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