Finger auf Tastatur

neues elektronisches Meldeverfahren für die Unfallversicherung

Ab 01.01.2017 wird das bisherige Lohnnachweisverfahren der gesetzlichen Unfallversicherung durch ein neues elektronisches Meldeverfahren mit einem summarischen Lohnnachweis abgelöst.

Elektronischer Lohnnachweis ab 2017

Die Verpflichtung zur Übermittlung des elektronischen Lohnnachweises gilt ab dem 01.01.2017 für alle Meldezeiträume nach dem 31.12.2015. In einer zweijährigen Übergangsphase ist für die Beitragsjahre 2016 und 2017 zusätzlich zum elektronischen Lohnnachweis weiterhin der bisher bekannte Lohnnachweis im Online- oder Papierverfahren zu erstatten. Dieses Parallelverfahren dient der Qualitätssicherung und soll für die Zukunft eine fehlerfreie Beitragsberechnung sicherstellen.

Ab dem Beitragsjahr 2018, d.h. ab 01.01.2019, erfolgt die Meldung ausschließlich mit dem elektronischen Lohnnachweis über das neue UV-Meldeverfahren.

Erstmals für das Beitragsjahr 2016 ist der Lohnnachweis – bis zum 16.02.2017 – auf elektronischem Wege zu übermitteln.

Die Meldung des elektronischen Lohnnachweises enthält folgende Angaben:

  • Mitgliedsnummer des Unternehmens,
  • Betriebsnummer der die Abrechnung durchführenden Stelle,
  • Betriebsnummer des zuständigen Unfallversicherungsträgers.

Bezogen auf die anzuwendenden Gefahrtarifstellen

  • das in der Unfallversicherung beitragspflichtige Arbeitsentgelt,
  • die geleisteten Arbeitsstunden,
  • die Anzahl der zu meldenden Versicherten.

Anzugeben ist auch, ob es sich um ein Unternehmen handelt, bei dem sich die Beiträge nicht nach Entgelten bemessen (z.B. Kopfpauschale).

Stammdatendienst

Geschäftsfrau arbeitet an ihrem Büro-Schreibtisch mit Dokumenten und laptop

Vor der Erstattung des elektronischen Lohnnachweises muss der Arbeitgeber einen automatisierten Abgleich der Unternehmensdaten mit der bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) errichteten Stammdatendatei durchführen.

Daraufhin werden dem Unternehmen für den elektronischen Lohnnachweis die entsprechenden Stammdaten mit Gültigkeiten durch Datenübertragung zur Verfügung gestellt. Hat das Unternehmen mehrere meldende Stellen, ist für jede dieser Stellen ein Abruf und Abgleich der Stammdaten erforderlich. Der zuständige Unfallversicherungsträger erhält dann für jeden Abruf Teillohnnachweise und fasst diese in einem Beitragsbescheid zusammen.

Wichtig:

Der neue Lohnnachweis darf erst versandt werden, wenn vorab vom Stammdatendienst die richtigen UV-Daten abgerufen worden sind. Dazu zählen z.B. die Mitgliedsnummer oder Gefahrtarifstellen. Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass nur Meldungen mit korrekter Mitgliedsnummer und veranlagten Gefahrtarifstellen übermittelt werden.

Um sich zu identifizieren, muss in dieser Abfrage eine PIN eingegeben werden. Die Zugangsdaten zum Verfahren (einschließlich der neu eingeführten PIN) erhalten die Unternehmen vorab schriftlich von dem für sie zuständigen Unfallversicherungsträger; zur Einführung des neuen Verfahrens frühestens ab November 2016. Arbeitgeber, die dieses Schreiben nicht erhalten, wenden sich am besten direkt an den für sie zuständigen Unfallversicherungsträger.

Eine Frau füllt ein Formular aus

UV-Jahresmeldung

Barista im Kundengespräch

Sofortmeldungen

Eine Frau bedient am Arbeitsplatz ein Smartphone

Datenaustausch zwischen Arbeitgebern, Zahlstellen und Krankenkasse