Jahresarbeitsentgeldgrenze

Jahresarbeitsentgelt

Versicherungsfreie Arbeitnehmer

Die Versicherungspflicht für Arbeitnehmer endet mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem ihr zu berücksichtigendes Jahresarbeitsentgelt die maßgebliche Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAE-Grenze) übersteigt, wenn ihr Gehalt auch die JAE-Grenze des Folgejahres übersteigt.

Die krankenversicherungsfreien Arbeitnehmer können freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung werden oder sich privat krankenversichern.

Berufsanfänger, deren Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsaufnahme oberhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt (z. B. Personen nach abgeschlossenem Hochschulstudium), sind direkt ab Beschäftigungsaufnahme krankenversicherungsfrei.

Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts

Bei der Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts ist von allen Bezügen auszugehen, die zum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung gehören.

Einmalzahlungen (z. B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld) sind zu berücksichtigen, wenn sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens einmal jährlich gezahlt werden. Für die Berücksichtigung derartiger Einmalzahlungen reicht es aus, wenn die Zahlung auf betrieblicher Übung beruht.

Vergütungen für vertraglich vorgesehenen Bereitschaftsdienst sind ebenfalls in die Berechnung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts mit einzubeziehen.

Vergütungen für Überstunden werden nur dann hinzugerechnet, wenn feste Pauschbeträge, die als Abgeltung für Überstunden regelmäßig zum laufenden Arbeitsentgelt gezahlt werden, erbracht werden.

Unberücksichtigt bei der Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts bleiben Zuschläge, die mit Rücksicht auf den Familienstand gezahlt werden.

Zeitpunkt der Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts

Es gibt nur drei Zeitpunkte, wann das Jahresarbeitsentgelt zu ermitteln ist:

  • Beginn einer Beschäftigung,
  • Änderung des Arbeitsentgeltes,
  • zum Jahreswechsel.

Das Jahresarbeitsentgelt ist z. B. nicht zu ermitteln, wenn der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin sich in Mutterschutz oder Elternzeit befindet und nicht arbeitet. Während dieser Zeit ohne Bezüge findet keine neue Beurteilung statt, es ist kein regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt vorhanden, das man beurteilen könnte. Es gilt der Versichertenstatus vor der Mutterschutzfrist/Elternzeit.

Erst wenn der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin wieder eine (Teilzeit)beschäftigung während der Elternzeit aufnimmt, ist zu prüfen, ob der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin das Jahresarbeitsentgelt in vorausschauender Weise überschreiten wird.

Sollte der Arbeitnehmer/die Arbeitnehmerin aufgrund der (Teilzeit)beschäftigung unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdienen, wird er/sie versicherungspflichtig. Er/sie kann sich aber auf Antrag von der Versicherungspflicht befreien lassen.

Der Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht ist binnen drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht zu stellen.