Ein Manager geht eine Wendeltreppe hinauf

News für Arbeitgeber

Wir haben für Sie wichtige Nachrichten ausgewählt, die Sie als Arbeitgeber von Interesse sind: Neue Regeln für die Leiharbeit, der Trend geht zum mobilen Arbeiten und moderate Prognosen beim Wirtschaftswachstum. 

Leiharbeit: Neue Regeln ab 01.04.2017

Leiharbeitnehmer haben künftig nach neunmonatiger Beschäftigungsdauer einen Anspruch auf Equal Pay.

Bereits im vergangenen Jahr hat der Bundestag das „Gesetz zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetze“ verabschiedet. Die Änderungen treten zum 01.04.2017 in Kraft. Danach haben Leiharbeitnehmer künftig nach neunmonatiger Beschäftigungsdauer einen Anspruch auf Equal Pay. Equal Pay bedeutet: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Leiharbeitnehmer sollen also nach den neun Monaten den gleichen Verdienst erhalten wie die Stammarbeitnehmer der Entleiherfirma.

Darüber hinaus wird eine gesetzlich vorgeschriebene Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten eingeführt. Um die notwendige Flexibilität in der Praxis zu erhalten, können sich die Sozialpartner allerdings auf eine längere Überlassungshöchstdauer einigen. Zudem ist künftig – mit wenigen Ausnahmen – der Einsatz von Leiharbeitnehmern explizit verboten, wenn der Betrieb unmittelbar durch einen Arbeitskampf betroffen ist.

Ein Mann wechselt die Bremse an einem Auto.

61 % der Unternehmen ermöglichen mobiles Arbeiten

Der Anteil der Unternehmen, die ihren Beschäftigten die Option zum mobilen Arbeiten bieten, steigt mit der Unternehmensgröße.

Im Jahr 2016 ermöglichen 61 % der Unternehmen in Deutschland mobiles Arbeiten, indem sie einen Teil der Beschäftigten mit einem mobilen Internetzugang über ein tragbares Gerät (zum Beispiel Smartphone oder Tablet) ausstatten. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

In 80 % der Unternehmen, die tragbare Geräte ausgeben, können Beschäftigte auf das unternehmenseigene E-Mail-System zugreifen. Der mobile Zugang und die Abänderung von Unternehmensdokumenten sind in 44 % dieser Unternehmen möglich. In 36 % der Unternehmen mit der Möglichkeit des mobilen Arbeitens können die Beschäftigten räumlich flexibel firmeninterne Geschäftssoftware nutzen. Dabei sind nicht alle Beschäftigten in den Unternehmen mit einem mobilen Internetzugang ausgestattet. In 93 % der Unternehmen mit der Möglichkeit des mobilen Arbeitens kann dies mindestens jeder zehnte Beschäftigte nutzen, bei 36 % dieser Unternehmen mittlerweile sogar über die Hälfte der Beschäftigten.

Der Anteil der Unternehmen, die ihren Beschäftigten die Option zum mobilen Arbeiten bieten, steigt mit der Unternehmensgröße. Während 60 % der Kleinstunternehmen (1 bis 9 Beschäftigte) mobiles Arbeiten einrichten, sind es 65 % der kleinen Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte). Bei 83 % der mittelgroßen Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) ist mobiles Arbeiten möglich. Bei den großen Unternehmen (250 und mehr Beschäftigte) beträgt der Anteil 94 %.

Wirtschaftswachstum: Kaum Veränderungen in Sicht

Die deutschen Wirtschaftsverbände bleiben vorsichtig optimistisch.

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2017 wohl weiterhin nur schwach wachsen: Zwar geht die Mehrheit der 48 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragten Verbände von einer höheren Produktion aus, doch nur drei erwarten eine wesentliche Steigerung. Auch die Beschäftigung dürfte sich nur geringfügig verändern.

Die deutschen Wirtschaftsverbände bleiben laut der IW-Verbandsumfrage 2017 vorsichtig optimistisch. So gehen 28 der 48 befragten Verbände von einer steigenden Produktion in diesem Jahr aus – jedoch nur drei von einer wesentlich höheren. Acht Verbände rechnen dagegen mit einem schlechteren Ergebnis. Zuversichtlich sind insbesondere das Baugewerbe und verwandte Branchen. Einen Abwärtstrend fürchten unter anderem die Automobilindustrie und die Finanzwirtschaft.

Auf dem Arbeitsmarkt dürfte es insgesamt nur geringe Veränderungen geben: 21 Verbände rechnen für das Jahr 2017 mit einer gleichbleibenden Beschäftigung, 15 erwarten einen Personalzuwachs, 12 einen Stellenabbau. Neben den baunahen Branchen wollen viele Dienstleistungsunternehmen – zum Beispiel aus der Informations- und Messewirtschaft sowie aus den Bereichen Spedition, Leasing und Tourismus – Mitarbeiter einstellen. Dagegen wird unter anderem die Finanz- und Versicherungswirtschaft weitere Stellen streichen.

Studieren an jedem Ort

Newsletter abonnieren

Erhalten Sie vier Mal im Jahr wichtige Informationen aus der Welt der Sozialversicherung, Arbeitsrecht und Betrieblicher Gesundheitsförderung frei Haus