Mann malt Zahnraeder

Grundlagen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Stellschraube für unternehmerischen Erfolg
Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt fördern. Warum sich ein Betriebliches Gesundheitsmanagement für Ihr Unternehmen lohnt, welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind und welche Zahlen für Sie nützlich sein könnten, verraten wir Ihnen in diesem Bereich.

Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Frau von hinten streckt Arme in die Luft

Höher. Schneller. Weiter. Wir alle verlangen jeden Tag ganz schön viel von uns – in jeder Hinsicht und in jedem Lebensbereich. Da macht der Arbeitsalltag keine Ausnahme – oft ist genau das Gegenteil der Fall. Denn wer im täglichen Berufsleben das Unternehmen wie auch den persönlichen Erfolg vorantreiben möchte, nimmt oftmals starke Belastungen in Kauf.

Die Dynamik der immer schneller und immer weiter voranschreitenden Arbeitswelt und die Anforderungen, die man selber an sich stellt, beanspruchen die Gesundheit der Mitarbeiter enorm – körperlich wie psychisch!

Daher liegt es nahe, mit Hilfe eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements die Gesundheit der Mitarbeiter in ihrer Arbeitsumgebung positiv zu beeinflussen. So werden viele Personen auf einmal erreicht. Auch solche, die aus eigener Initiative keine Maßnahmen ergreifen, um ihre Gesundheit aktiv zu fördern. Die soziale Unterstützung durch Kollegen spielt im betrieblichen Umfeld eine wichtige Rolle. Gemeinsam können Verhaltensänderungen im Bereich Gesundheit besser aufrechterhalten werden.

Vor diesem Hintergrund werden präventive und gesundheitsfördernde Maßnahmen zunehmend wichtiger. In der Praxis geht es darum dazu beizutragen, dass Ihre Beschäftigten gesund werden, bleiben oder sogar ihre Leistungsfähigkeit steigern können. Denn: Mehr Gesundheit bedeutet mehr Wohlbefinden für den Mitarbeiter. Und mehr leistungsfähige, motivierte und vor allem zufriedene Beschäftigte bringen mehr Erfolg für das Unternehmen.

8 gute Gründe für ein erfolgreiches BGM

  1. Gesunde, motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter
  2. Senkung von Fehlzeiten
  3. Reduzierung von physischen und psychischen Belastungen
  4. Vorbeugung von Beschwerden und Erkrankungen
  5. Steigerung der Arbeitszufriedenheit
  6. Nachhaltige Steigerung des Unternehmensimage
  7. Stärkung der Arbeitgebermarke
  8. Senkung der Fluktuation

Rechtliche Grundlagen

Mann und Frau mit Unterlagen im Gespraech am Schreibtisch

Präventionsgesetz und Leitfaden Prävention – mehr Mittel und Möglichkeiten

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe formulierte ein klares Ziel für die Gesundheitsförderung: „Es geht darum, Krankheiten zu vermeiden, bevor sie überhaupt entstehen.“ Hierzu hat die Bundesregierung ein Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention verabschiedet, um die verfügbaren finanziellen Mittel zu erhöhen und die Zusammenarbeit aller Akteure zu verbessern.

Der Arbeitsplatz steht im Mittelpunkt des neuen Präventionsgesetzes. Um die betriebliche Prävention zu verbessern, sollen die Krankenkassen mehr Leistungen für Unternehmen entwickeln. Sie haben die Aufgabe, die Unternehmen besser zu beraten und stärker bei der Umsetzung der Maßnahmen zu unterstützen. Insgesamt sind dafür rund 140 Millionen Euro vorgesehen. Neben den gesetzlichen Krankenversicherungen werden auch die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung mit in die Präventionsaufgaben eingebunden.

Die BKK Mobil Oil befürwortet das Präventionsgesetz, denn wir setzen viele der darin vereinbarten Ziele bereits seit vielen Jahren selbstverantwortlich um. Grundlage unseres Handelns ist dabei der Leitfaden Prävention des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung. Dieser legt die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der betrieblichen Gesundheitsförderung fest.

Reporting

Hand und Dokumente mit Diagrammen

Der BKK Gesundheitsreport ist eine vom Dachverband der Betriebskrankenkassen jährlich veröffentlichte arbeitsweltbezogene Berichtsreihe. Neben ausführlichen Analysen der Arbeitsunfähigkeit nach Wirtschaftszweigen und Berufen werden die Ergebnisse nach Alter, Geschlecht und sozialer Lage sowie regional differenziert aufbereitet.

Der diesjährige BKK Gesundheitsreport widmet sich dem Schwerpunktthema Digitalisierung. Zwei Kernpunkte werden hierbei näher beleuchtet: Zum einen geht es um die Frage, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Arbeitswelt und damit auch auf die Gesundheit der Beschäftigten ausübt. Zum anderen steht im Fokus, inwieweit die Digitalisierung das Gesundheitswesen bzw. die Gesundheitsversorgung insgesamt verändert.

Hierzu werden neben den gewohnt umfangreichen Analysen zum aktuellen Stand im Arbeitsunfähigkeitsgeschehen zentrale Ergebnisse einer im Auftrag des BKK Dachverbandes durchgeführten deutschlandweiten und repräsentativen Umfrage von 3000 Beschäftigten dargestellt. Daneben legt der Report den besonderen Fokus auf den Zusammenhang zwischen der Arbeitswelt und dem Arbeitsunfähigkeitsgeschehen, sowie der ambulanten und stationären Versorgung und den Arzneimittelverordnungen insbesondere von Erwerbstätigen. Gastautorenbeiträge aus Wissenschaft, Politik und Praxis bereichern und ergänzen die Erkenntnisse zum Schwerpunktthema.

Individueller Gesundheitsreport für Ihr Unternehmen

Für einen ersten Überblick über die Haupterkrankungen in ausgewählten Wirtschaftszweigen ist der BKK Gesundheitsreport sehr gut geeignet. Aber wie sieht die Krankheitsverteilung in Ihrem Unternehmen aus? Mit welchen Maßnahmen lassen sich diese Erkrankungen reduzieren bzw. zukünftig vermeiden? Wie kann die Betriebskrankenkasse Mobil Oil Sie dabei unterstützen?

Wir unterstützen Sie bei der Beantwortung dieser Fragen und stellen Ihnen gern die Daten in einem anonymisierten Gesundheitsbericht zur Verfügung. Dafür müssen als datenschutzrechtliche Voraussetzung mindestens 50 Mitarbeiter Ihres Unternehmens bei der Betriebskrankenkasse Mobil Oil versichert sein.

Sie haben Fragen zum Gesundheitsreport oder möchten sich einen anonymisierten Gesundheitsbericht Ihres Unternehmens erstellen lassen? Lassen Sie sich gern von uns beraten.

Steuerliche Förderung

Muenzenstapel

Seit 2009 sind mit dem § 3 Nr. 34 EstG Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Als Arbeitgeber haben Sie daher die Möglichkeit, gesundheitsfördernde Leistungen bis zu 500,00 Euro je Kalenderjahr und Mitarbeiter zusätzlich zum Arbeitslohn steuerfrei geltend zu machen.

Eine Steuerfreiheit kann nur für Maßnahmen erfolgen, die den Anforderungen der §§ 20 und 20 b SGB V entsprechen. Eine Übersicht zu den Leistungen, die die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, können Sie im Leitfaden Prävention „Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen„ nachlesen.

Folgende Handlungsfelder werden insbesondere berücksichtigt:

  • Maßnahmen zur Reduzierung arbeitsbedingter körperlicher Belastungen (z. B. Wirbelsäulengymnastik)

  • Bereitstellung einer gesundheitsförderlichen Gemeinschaftsverpflegung

  • Maßnahmen zur Vermeidung von Belastungen und Stress (z. B. durch Förderung individueller Kompetenzen, Präventionskurse zur Stressbewältigung)

  • Suchtprävention

Eine Bezuschussung oder die komplette Kostenübernahme von Mitgliedsbeiträgen für das Fitnessstudio oder den Sportverein fallen nicht unter § 3 Nr. 34 EstG und sind somit nicht steuerfrei.

Sie haben Fragen zur steuerrechtlichen Förderung von Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung? Wir beraten Sie gern.

Kontakt

Team Prävention und Gesundheitsförderung

Betriebskrankenkasse Mobil Oil 20091 Hamburg